Die Laufende Rechnung 2010 schliesst mit einem Mehrertrag von Fr. 981781.63 sehr positiv ab. Im Vergleich zum Budget ist dies ein um Fr. 1067181.63 besseres Ergebnis. Das erfreuliche Resultat ist insbesondere auf Mehrerträge bei den Grundstückgewinnsteuern sowie tiefere Aufwendungen für die Bereiche Gesundheit, wirtschaftliche Sozialhilfe und für Zinsen und Abschreibungen zurückzuführen.
Im Vergleich zum Budget ergeben sich bei der Laufenden Rechnung hauptsächlich folgende Abweichungen:
Minderaufwendungen und Mehrerträge | Fr. 102660.60 | Minderaufwand Gemeindeverwaltung |
| Fr. 43'245.65 | Minderaufwand Verwaltungsliegenschaften |
| Fr. 37'645.95 | Minderaufwand Kultur- und Freizeitanlagen |
| Fr. 63'527.00 | Minderaufwand Spitexdienst |
| Fr. 137'759.45 | Minderaufwand wirtschaftliche Sozialhilfe |
| Fr. 76'887.25 | Minderaufwand Zinsendienst |
| Fr. 160824.18 | Minderaufwand Abschreibungsbedarf |
| Fr. 435314.20 | Mehrertrag Grundstück-/Erbschaftssteuern |
Der Mehrertrag von Fr. 981'781.63 wird wie folgt für zusätzliche Abschreibungen verwendet:
Dorfkerngestaltung und Postautokehrplatz Fr. 430978.63
Löschwasserversorgung Brunni Fr. 19744.00
Mehrzweckgebäude Altes Schützenhaus Fr. 171'474.00
Verwaltungsgebäude Mühlematt Fr. 114219.00
Schulgemeinde Beitrag an Turnhalle Fr. 245366.00
Die Investitionsrechnung weist eine Zunahme der Nettoinvestitionen von Fr. 474227.25 aus. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen von Fr. 575'879.82 und des Ertragsüberschusses von Fr. 981'781.63 ergibt sich ein Finanzierungsüberschuss von Fr. 1'083'434.20.
Die Gesamtverschuldung der Politischen Gemeinde reduziert sich per 31. Dezember 2010 auf Fr. 4292801.32. Pro Kopf der Bevölkerung sind dies Fr. 1'302.40.
Im Speziellen ist zum sehr guten Ergebnis für das Jahr 2010 folgendes zu vermerken:
Laufende Rechnung - Die Aufwandseite ist mit insgesamt Fr. 5221976.62 um Fr. 392623.38 oder 7.0 % tiefer und der Gesamtertrag mit Fr. 6203758.25 um Fr. 674558.25 oder 12.20 % höher ausgefallen als im Budget erwartet.
- Die Nettoaufwendungen für die Gemeindeverwaltung sind mit Fr. 499339.40 um Fr. 102660.60 massiv unter den Erwartungen im Budget. Höhere Erträge aus Baubewilligungsgebühren sowie aus Rückvergütungen des Kantons für die Führung des Gemeindesteueramtes ergeben dieses erfreuliche Ergebnis.
- Die Nettoaufwendungen für den Unterhalt und Betrieb der Verwaltungsliegenschaften sind mit Fr. 103154.35 um Fr. 43245.65 tiefer als im Budget erwartet. Massiv höhere Erträge für militärische Einquartierungen führen zu diesem Ergebnis.
- Die Feuerwehrrechnung schliesst mit einer Unterdeckung von Fr. 42685.00 im Rahmen der Vorgaben des Budgets ab.
- Für den laufenden Unterhalt der Parkanlagen und der Wanderwege wurden insgesamt Fr. 127938.75 aufgewendet. Damit konnte die Budgetvorgabe eingehalten werden. Die Freizeitanlage Rütenen mit der Parkplatzbewirtschaftung weist einen Mehrertrag von Fr. 6668.55 aus.
- Der Defizitbeitrag an den Spitexdienst Nidwalden ist mit Fr. 216473.00 um Fr. 63527.00 tiefer ausgefallen als im Budget erwartet wurde. Dieser Rückgang überrascht und ist auf tiefere Einsatzstunden in den Bereichen Grundpflege und Hauswirtschaft zurückzuführen.
- Die Nettoaufwendungen für die Sozialhilfe sind mit Fr. 142240.55 massiv unter den Berechnungen im Budget. Grössere Rückerstattungen aus Versicherungsleistungen und eine rückläufige Anzahl Bezugsberechtigter führten zu diesem positiven Ergebnis.
- Die Nettoaufwendungen für den Strassenunterhaltsdienst belaufen sich auf Fr. 579067.15 und bewegen sich um Fr. 15367.15 über den Erwartungen des Budgets. Der Mehraufwand ist auf höhere Aufwendungen für den Unterhalt der Strassenbeleuchtung, der Schneeräumung und den Fahrzeugunterhalt zurückzuführen.
- Der Betrieb der Abwasserbeseitigung schliesst mit einer Unterdeckung von Fr. 13726.70 und die Abfallentsorgung mit einer Überdeckung von Fr. 6410.75 ab. Die Über- und Unterdeckungen werden auf die entsprechenden Fonds in der Bilanz übertragen. Per 31. Dezember 2010 weist der Betriebsfonds Abwasser einen Bestand von Fr. 42002.00 und der Betriebsfonds Kehricht von Fr. 47957.15 auf.
- Auf der Ertragsseite resultieren Mehrerträge bei den Gemeindesteuern der Natürlichen Personen von Fr. 88411.15. Dem gegenüber stehen Mindererträge bei den Juristischen Personen von Fr. 83960.05. Bei den Juristischen Personen mussten Firmenabgänge hingenommen werden.
- Der Beitrag aus dem Finanzausgleich liegt mit Fr. 439965.00 leicht unter den Erwartungen des Budgets.
- Die Ablieferungen des Gemeindewerkes halten sich mit Fr. 96861.30 (Konzessionsentschädigung) und Fr. 41600.00 (Gewinnanteil aus der Stromproduktion) über dem Rahmen des Budgets.
- Die Gesamtaufwendungen für den Zinsendienst sind mit Fr. 162353.75 um Fr. 81146.25 tiefer als im Budget erwartet. Das im Budget vorgesehene Investitionsvolumen (Bachverbauungen) konnte nicht vollumfänglich realisiert werden. Zudem bringen die guten Rechnungsergebnisse der letzten Jahre und das tiefe Zinsniveau Einsparungen.
- Die ordentlichen Abschreibungen belaufen sich auf Fr. 575879.82. Die guten Rechnungsergebnisse der letzten Jahre sowie die geringe Investitionstätigkeit bei den Bachverbauungen reduzieren den Bedarf in der Rechnung 2010.
Investitionsrechnung Die Nettoinvestitionen belaufen sich im Rechnungsjahr 2010 auf Fr. 474227.25 und sind um Fr. 212772.75 tiefer als im Budget vorgesehen. Insbesondere konnten die im Jahre 2010 vorgesehenen Wasserbauinvestitionen im Träschlibach aufgrund der gesteigerten Ansprüche an die Planung von Wasserbauprojekten nicht ausgeführt werden.
Nachtragskredite 2010 Im Sinne von Art. 47 Abs. 3 des Gemeindefinanzhaushaltgesetzes (NG 171.2) und § 11 der Gemeindefinanzhaushaltverordnung (NG 171.21) sind alle Kreditüberschreitungen von mehr als Fr. 5000.00 in einer separaten Aufstellung aufzuführen. Diese neue gesetzliche Bestimmung ist am 1. Januar 2010 in Kraft getreten. Die Gemeinden haben jedoch vier Jahre Zeit, die neuen Bestimmungen des Gemeindefinanzhaushaltgesetzes umzusetzen. Mit der Einführung des neuen Rechnungsmodelles HRM2 und der Umstellung der entsprechenden EDV-Programme erfolgt die Umsetzung auf 1. Januar 2012.
In der separaten Aufstellung sind für das Rechnungsjahr 2010 noch alle Kreditüberschreitungen von mehr als Fr. 2000.00 aufgeführt. Sofern Nachtragskredite für das Jahr 2010 erforderlich sind, erfolgt die Erteilung mit der Genehmigung der Jahresrechnung 2010. Es wird diesbezüglich auf die Zusammenstellung Nachtragskredite zum Voranschlag 2010 verwiesen.
Verpflichtungskredite Im Sinne von Art. 41 Abs. 1 des Gemeindefinanzhaushaltgesetzes (NG 171.2) sind alle vorhandenen Verpflichtungskredite in einer separaten Aufstellung aufzuführen. Die im Rechnungsjahr 2010 abgerechneten Verpflichtungskredite sind mit einem Stern (*) gekennzeichnet. Mit der Genehmigung der Jahresrechnung 2010 gelten auch die abgerechneten Verpflichtungskredite als genehmigt.